Griechische Tagespresse vom 09. Oktober 2015

09.10.15 Aktuelles Juli 2015

Aktuelle Nachrichten der griechischen Presse aus Politik und Wirtschaft.

 

 

 

 

 

Politik

 

  • ATHEX hat die Löschung von Derivatenprodukten (Futures und Optionen) auf die Aktien von gelisteten griechischen systemischen Banken, welche an dem Rekapitalisierungsprozess teilnehmen werden, bis zum Ende dieses Prozesses beschlossen.

    Die Prozedur wird folgendermaßen sein:

    DONNERSTAG, 8.10.2015 (nach Schließung des Handels)
    1. Aufhebung des Handels für alle am Donnerstag, den 8.10.2015 nicht offenen Positionen, für Futures und Optionsverträge auf die folgenden Aktien ausgenommen derjenigen, die Ende Oktober 2015 auslaufen:
    ALPHA BANK S.A.
    PIRAEUS BANK S.A.
    NATIONAL BANK OF GREECE S.A.
    EUROBANK ERGASIAS S.A.

    2. Es werden keine neuen Futures und Optionen für oben genannte Aktien mehr ausgegeben

    FREITAG, 16.10.2015 (nach Schließung des Handels)

    Löschung von Futures und Optionen auf oben genannte Aktien.

    Weil Freitag, der 16.10.2015 ein Ablauftag ist, werden die Aktienoptionen für Oktober normal ablaufen (physische Belieferung) mit dem finalen Preis, den die Auktion von ATHEX am selben Tag festlegen wird.
    Für alle anderen Futures und Optionen werden laut Regelwerk von ATHEX am Montag, den 19.10.2015 ein Barausgleich stattfinden, basierend auf dem Schlusskurs der zugrunde liegenden Aktien am Löschungstag (16.10.2015).

 

 

 

  • Die EZB, SSM und EC versuchen Wege zu finden, um die Partizipation von privaten Investoren in der kommenden Rekapitalisierung der Banken zu fördern. Trotz der Tatsache, dass Regulierungsbehörden Kapitalbedarfe erhöht belassen wollen (bis zu 18 Mrd. EUR), werden private Investoren hinzugerufen, im signifikant niedrigere Mengen beizugeben.
  • EC überlegt, griechische Banken zu fragen, ob sie nicht ihre Tochterunternehmen in einer einzigen Entität zusammenfassen möchten, um diese im Jahr 2016 zu verkaufen. Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Serbien und Zpyern sind unter den Ländern mit Präsenz von griechischen Banken und werden gefragt, ihre Tochterunternehmen zusammenzulegen.
  • Die Regierung wird die ersten Maßnahmen bis Mitte Oktober durchführen, die zu einer Auzahlung von 2 Mrd. EUR an Krediten führen werden. Trotzdem scheinen diese nicht die Rückendeckung von allen Parlamentsmitgliedern zu haben, da zwei von ihnen ihre Opposition bezüglich der Maßnahmen angekündigt haben.
  • Die oppositionsführende Neue Demokratie hat gestern entschieden, ihre internen Wahlen in zwei Runden am 22. und 29. November abzuhalten. Es gibt vier Kandidaten, darunter der derzeitige Vorsitzende Evangelos Meimarakis, Ex-Minister Kyriakos Mitsotakis und Adonis Georgiadis sowie Apostolos Tsitzikostas.

 

 

Wirtschaft

 

  • Eurogroup-Präsident Jeroen Dijsselbloem sagte auf einer Konferenz unter anderem: „Griechenland hat uns im letzten halben Jahr so einige Sorgen bereitet, ist aber politisch stabil jetzt und das Programm ist wieder auf einem guten Weg“.
  • IWF-Vorsitzende Christine Lagarde sagte, dass der IWF Griechenlands Wirtschaftsprogramm unterstützen wird und, dass das Programm „auf zwei Beinen stehen muss“. Das erste Bein sollte „signifikante Reformen, vor allem im Bereich der Banken“ enthalten und das zweite ein Reformenpaket zur „Nachhaltigkeit der Schulden“.
  • US-Finanzsekretär Jacob Lew sagte, dass Europa „seinem Versprechen folgen muss, Griechenland auf einen nachhaltigen Weg zu bringen“, dabei unterstreichte er die Wichtigkeit für die neue griechische Reigerung, die Reformmaßnahmen zu implementieren.
  • Olivier Blanchard, ehemaliger IWF-Beamter, sagte auf einer Konferenz, dass Griechenlands jüngstes Rettungsprogramm nicht erfolgreich sein wird, sollte das Land weiterhin mit eiserner Sparsamkeit belastet werden. Er sagt ebenfalls, dass Griechenlands „finanzielle Konsolidierung in den nächten Jahren geringer sein wird als bisher, aber mehr als richtig ist“.
  • Griechenlands Arbeitslosenquote liegt im Juli bei 25%, verglichen mit 26,3% im Vorjahr.

 

 

Elisa Liouta

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