Griechische Tagespresse vom 14. Oktober 2015

14.10.15 Aktuelles Juli 2015

Aktuelle Nachrichten der griechischen Presse aus Politik und Wirtschaft.

 

 

 

 

 

Politik

 

  • Das BIP ist im Jahr 2014 um 0,7% gewachsen, leicht niedriger als in vorheriger, im März veröffentlichter Schätzung von 0,8%. Offizielle Schätzungen gehen von einem Rückgang von 2,3% in diesem Jahr aus, dennoch sagte Finanzminister George Houliarakis gestern, dass es Indikatoren dafür gibt, dass der Rückgang kleiner ausfällt.
  • Ausstehende Schulden gegenüber Drittparteien sind im August auf 5,9 Mrd. EUR gestiegen, verglichen mit 3,7 Mrd. EUR zu Beginn dieses Jahres. Trortz eines Haushaltsüberschusses von 2,6 Mrd. EUR im August 2015 gegenüber 2,4 Mrd. EUR im letzten Jahr haben die Sozialversicherungskassen ein Defizit von 598 Mio. EUR hinnehmen müssen, verglichen mit einem Überschuss von 206 Mio. EUR im letzten Jahr.
  • Premierminister Alexis Tsipras wird heute um 17 Uhr den EU-Kommissar für wirtschaftliche und finanzielle Angelegenheiten, Pierre Moscovici, in Athen treffen. Moscovici sagte Journalisten gestern, dass Gespräche über einen Schuldenschnitt bis Ende November beginnen sollten, wenn Griechenlad sich an den Zeitplan hält.
  • Griechenland wird heute 3-monatige Staatsanleihen emittieren mit der Absicht, bis zu 1 Mrd. EUR zu erwirtschaften.

 

 

Wirtschaft & Märkte

 

  • Behörden überprüfen die Möglichkeit, privaten Anlegern mehr Anreize zu geben, um ihre Teilnahme an der kommenden Kapitalerhöhung der griechischen Banken zu sichern. Private Anleger werden dazu aufgerufen, zwei Drittel der Kapitalbedarfe betreffend der Überprüfung der Anlagenqualität und dem Belastungstest (in Form von frischem Eigenkapital) beizusteuern, das restliche Drittel sollte von HFSF und anderen Instrumenten gedeckt werden. Andere Quellen sagen, dass private Anleger dazu aufgerufen werden sollen, sämtliche Kapitalbedarfe zu decken.
  • Griechische Bankenfunktionäre werden sich heute und morgen mit EZB-Funktionären in Frankfurt treffen, um den Rahmen für die laufende Überprüfung der Anlagenqualität und den Belastungstest zu besprechen. Es werden den griechischen Bankverkäufern keine Zahlen genannt, Behörden werden diese aber in diverse Variablen einweihen (Wirtschaftsprognosen, Zinsprognosen, etc.)
  • Eurobank-Vorsitzender Nikos Karamouzis sagte unter anderem, dass Einlagen in Höhe von 20 bis 25 Mrd. EUR im Jahr 2016 zu griechischen Banken zurückkehren könnten, sollte die Regierung zu Griechenlands Stabilität und wirtschaftlichem Ausblick beitragen. Das System hat seit Oktober 2014 49 Mrd. EUR an Einlagen verloren.
  • Die Vorsitzende der griechischen Bankenvereinigung und der NBG, Louka Katseli, sagte unter anderem, dass Sie nicht glaubt, dass griechische Banken die gesamten 25 Mrd. EUR, die für die Rekapitalisierung beiseite gelegt wurden, brauchen werden. Sie hält es für möglich, dass private Investoren zwischen 5 und 6 Mrd. EUR in griechische Banken einzahlen werden.
  • MSCI wird die Ergebnisse der Bewertung von ATHEX am 12. November bekanntgeben. MSCI könnte Griechenland weiterhin als „Schwellenmarkt“ bewerten oder aber als „alleinstehenden Markt“.

 

Unternehmen

 

  • Die Piraeus Bank wird seine Ergebnisse für das 2. Quartal 2015 heute nach Schließung der Märkte bekanntgeben. Allgemein werden Nettoverluste von 165 Mio. EUR erwartet (verglichen mit 69 Mio. EUR im 1. Quartal 2015) und Einlagen in Höhe von 370 Mio. EUR (verglichen mit 278 Mio. EUR im 1. Quartal).
  • Der Vorsitzende der Mashreqbank (einer Bank aus Dubai) sagte, dass er eine Übernahme in der Türkei für möglich halte, da internationale Banken versuchen, Anteile in diesem Land zu verkaufen. Abdul Aziz Al Ghurair zielte dabei nicht direkt auf die Finansbank ab, sagte aber, dass „es einige Banken gibt, die die Türkei jetzt verlassen und es auf die Größe, den Preis und den Zeitpunkt ankommt“. Die Mashreqbank wird über ein mögliches Geschäft nachdenken.
  • OTE wird seine Ergebnisse für das 3. Quartal 2015 am 5. November vor Marktöffnung bekanntgeben. Das Unternehmen wird am selben Tag um 17 Uhr eine Konferenz in Athen abhalten (16 Uhr deutscher Zeit).

 

 

Elisa Liouta

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