Griechische Tagespresse vom 23. Oktober 2015

23.10.15 Aktuelles Juli 2015

Aktuelle Nachrichten der griechischen Presse aus Politik und Wirtschaft.

 

 

 

 

 

Politik

 

  • Frankreichs Präsident Francois Hollande, welcher gestern in Athen für einen zweitägigen Besuch antraf, plädierte für Wachstum und einen Schuldenschnitt als Teil der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Kreditgebern. "Griechenland zeigte, dass es in der Eurozone bleiben möchte und wir haben unsere Solidarität gezeigt", sagte Hollande und fügte dabei hinzu: "Wir wissen von den Anstrengungen der Griechen und den Reformen der letzten Monate. Der nächste Schritt muss Richtung der Schulden geben und dieser muss bald erfolgen."
  • Die Auszahlung der 2 Mrd. EUR aus dem ausstehenden Kredit von 3 Mrd. EUR wird vermutlich nächste Woche stattfinden aufgrund von Verzögerungen bei der Implementierung der 49 Vorbedingungen. Sollte die Regierung bis nächsten Mittwoch alle Voraussetzungen erfüllt haben, werden die 2 Mrd. EUR in zwei Wochen ausgezahlt.

 

 

Wirtschaft

 

  • Die Regierung hat gestern das Vorgehen zur Rekapitalisierung der Banken besprochen. Bei dieser sollten vor allem notleidende Kredite und Veränderungen in Management beachtet werden. Das entsprechende Gesetz wird vom Parlament voraussichtlich bis Ende nächster Woche verabschiedet.
  • EZB-Vorsitzender Mario Draghi sagte unter anderem, dass die Rekapitalisierung der griechischen Banken "bis Ende 2015 abgeschlossen sein soll" und fügte dabei hinzu, dass dies "einen Meilenstein in dem derzeitigen Rettungsprogramm darstellt, um die finanzielle Stabilität des Landes zu stärken". Draghi sagte ebenfalls, dass "eine zeitige und vollständige Implementierung des Programms die Hauptvoraussetzung für die Wiederherstellung der Wirtschaft Griechenlands ist".
  • SSM-Vorsitzender Daniele Nouy sagte, dass Griechenland bis zum Ende die Rekapitalisierung der Banken abgeschlossen haben muss, um private Investoren anzulocken. Die EZB hat ihre Untersuchungen beendet und gesehen, dass Investoren bereits an griechischen Banken interessiert sind, aber noch zögern.
  • Die griechische Zentralbank hat angekündigt, dass die EZB eine Reduktion von 1 Mrd. EUR der ELA-Höchstgrenze für die griechischen Banken beschlossen hat. Diese liegt nun bei 86,9 Mrd. EUR. Die Reduktion reflektiere eine Verbesserung der Liquidität der griechischen Banken in einer Situation von Unsicherheit.
  • Repräsentanten der Kreditgeber sagten nach Absprachen mit dem Energieministerium, dass aufgrund der finanziellen Lage vermutlich für die nächsten Jahre keine weiteren Investitionen für den Energiebereich in Griechenland möglich sind.

 

 

Unternehmen

 

 

  • TAIPED möchte ab dem 3. Dezember keine weiteren Gebote bezüglich der Mehrheit der Anteile an der Hafenbehörde von Piräus annehmen. Die Interessenten derzeit sind Cosco Pacific, AP Moller-Maersk und International Container Terminal Services.

 

 

Elisa Liouta

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